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Nachruf

Der Landesruderverband Brandenburg trauert um Rolf Wagner. Wir drücken seiner Familie, Freunden und den Ruderkameradinnen und Ruderkameraden seines Heimatvereins, dem Ruderverein Birkenwerder, unser tiefes Mitgefühl aus und wünschen allen für die bevorstehende Zeit viel Kraft und Stärke.

Aus unserem Nachruf (Ruderverein Birkenwerder e.V.): 
Vor kurzem wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert; einen plötzlichen Schlaganfall konnte er trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht überleben. Er wird uns sehr fehlen. Im Oktober 1958 wurde Rolf Mitglied der Ruderabteilung des SV Grün-Weiß Birkenwerder, Er war damit das Mitglied mit der längsten Vereinszugehörigkeit. Über sehr lange Zeit nahm Rolf die Geschicke der Ruderabteilung als erster Vorsitzender in seine Hand. Zusätzlich unterstützte er die anderen Abteilungen des SV Grün-Weiß u.a. bei der Erfüllung von Anforderungen des LSB. Als er die Aufgabe des ersten Vorsitzenden in jüngere Hände übergab, setzte er sich als zweiter Vorsitzender weiterhin mit seiner ganzen Kraft für den Verein ein. Zum Beispiel für den Nutzungsvertrag zu unserem heutigen Vereinsgebäudes mit Grundstück bei der Gemeinde Birkenwerder. Damit bekam der Rudersport einen regelrechten Aufschwung in der Region mit wachsender Mitgliederzahl. Seinem Engagement verdanken wir die Finanzierung der Bootshalle durch Mittel aus dem „Goldener Plan Ost“ des Landes Brandenburg. Rolf half bei der Überführung der Ruderabteilung in den selbständigen Ruderverein Birkenwerder e.V.. Ihm verdanken wir auch die Nutzung vieler Fördermaßnahmen die alljährlich durch Ihn mit großer Sorgfalt in der Regel erfolgreich beantragt wurden.  Damit war es möglich viele Anschaffungen an Sportmaterial und Aufgaben bei der Instandhaltung der Vereinswerte vorzunehmen. Nahezu alle, die als Jugendliche in unseren Verein gekommen sind, kennen Rolf als geduldigen Trainer der stets den Teamgeist förderte. Viele unserer Mitglieder erlernten mit seiner Hilfe das Rudern. Viele Jahre gestaltete er aktiv ein abwechslungsreiches Vereinsleben. Besonders wichtig war für Ihn immer die Förderung der Jugend. Für seine engagierte Tätigkeit im Verein erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen durch den Landessportbund, den Landesruderverband, die Gemeinde und den Verein. Solange wie es seine Gesundheit und Kraft erlaubten führte er den aktiven Rudersport mit Freude aus. 
Lieber Rolf wir werden Dich vermissen.

Neue Corona-Eindämmungsverordnung untersagt Vereinssport im November – Rudern alleine oder zu zweit beschränkt weiter möglich

Die neue Verordnung der Landesregierung gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie vom 30.10.2020 hat leider auch wieder erhebliche Auswirkungen auf den Vereinssport. Gemäß § 12 der Verordnung ist grundsätzlich der Sportbetrieb auf allen Sportanlagen untersagt. Damit sind in den nächste Wochen Training und Wettkämpfe aller Art und auch alle sonstigen Vereinszusammenkünfte unzulässig.

Zulässig bleibt aber der Individualsport alleine, zu zweit und mit den Mitgliedern eines Haushalts. In diesem Rahmen darf Sport auch „auf und in allen Sportanlagen“ durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass es grundsätzlich möglich bleibt, Boote aus einem Bootshaus zu holen und damit auf das Wasser zu gehen.  Allerdings muss dabei grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5m eingehalten werden, was in einem 2er problematisch sein kann. Selbstverständlich muss jeder Verein selbst regeln, unter welchen Voraussetzungen die Bootsbenutzung möglich ist. Insbesondere muss verhindert werden, dass sich auf diese Weise Ansammlungen bilden und dadurch faktisch doch ein Vereinstraining erfolgt. Der Verband kann hier keine allgemeingültigen Vorgaben machen. In Zweifelsfragen stehen wir Euch selbstverständlich mit Rat zur Verfügung.

Zulässig bleibt auch das Training von Kaderathleten an Bundes,- Landes- und Olympiastützpunkten.

Der Landesruderverband hatte sich im Frühjahr sehr intensiv dafür eingesetzt, dass die Beschränkungen für den Rudersport fallen, weil sie in der damaligen Situation unnötig und unverhältnismäßig waren. Leider hat sich die Covid-19 („Corona“-)Pandemie in der letzten Wochen drastisch verschärft. Es muss daher alles Gebotene unternommen werden, um die zwischenmenschlichen Kontakte schnell zu reduzieren. Ich halte daher die aktuellen Maßnahmen derzeit für richtig, auch wenn sie ein geordnetes Vereinsleben weiter verhindern.

Ralf Holzschuher
Präsident Landesruderverband Brandenburg

24. Deutsche Sprintmeisterschaften im Rudern in Werder (Havel)

Mit einem überwältigenden Rekordmeldeergebnis warteten die 24. Deutschen Sprintmeisterschaften im Rudern in Werder (Havel) auf. 935 Ruderer aus 91 Vereinen hatten zum einzigen nationalen Saisonhöhepunkt gemeldet, nachdem alle weiteren Deutschen Jahrgangsmeisterschaften pandemiebedingt abgesagt werden mussten. Die Sportler brannten auf ein Ereignis wie dieses. Über 200 Entscheidungen waren notwendig, um die Titelträger über die Sprintdistanz zu ermitteln. Die Rennen wurden am 10./11. Oktober jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Vier-Minuten-Takt gestartet, um alle Rennen unter den mitreißenden Kommentaren der beiden engagierten Sprecher über die 450-Meter-Bühne zu bringen. 

DRV/Derlien
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